wie ich Euch versprochen habe, vorallem unseren Autoren/innen hier im Forum, etwas von einer, meiner begabten Kolleginnen aus unserem Forum. So wie ich Theodor's Werke dorthin bringe, bringe ich jetzt eines hierhin, es geht dabei ums lernen und diskutieren. Ich finde es echt schade, das wir Schreiberlinge hier so wenig Anklang finden, was gleichzusetzen ist, mit überhaupt kein Interesse. Theodor lernt sowas in der Schule, zu unserer Zeit war so etwas nicht möglich, im Gegenteil, selbst unser damaliger Lehrer, welcher heute ein bekannter Mundartschriftsteller ist, wurde belächelt und als Spinner abgetan. Heutzutage ist aber alles ganz anders, man besinnt sich wieder auf die Werte unseres Kulturgutes. Und jetzt seht mal, was dieser Ballade von Eleonore Görges widerfahren ist
23.07.2011 Verfasserin Eleonore Görges
Habe ich heute gefunden
Meine Ballade "Der Clown" gefällt anscheinend. Die Ballade wurde auf einem Balladenabend vorgetragen -
ich befinde mich unter vielen großen Namen (unter Punkt 22)
18.11.2011 Verfasserin Eleonore Görges
Mein Clown hat es in ein Schulbuch geschafft
Diese Woche erhielt ich die Mitteilung, dass meine Ballade "Der Clown" in ein Schulbuch aufgenommen wurde - und zwar ein Schulbuch für die 8. Klasse (Deutsch Kombi Plus) Verlag: Ernst Klett Verlag, ISBN 978-3-12-313274-2, Auflage 1000 Stck. Natürlich bin ich jetzt gaaaaaaaanz stolz und freue mich riesig Ist das nicht schön?
Irgendeine Zahlung bekomme ich dafür auch, d.h. ich nehme an einer Hauptausschüttung teil, die einmal jährlich stattfindet und sich nach der Länge des Textbeitrages und der Verkaufszahl der Bücher richtet. Wieviel das sein wird? Keeeeiiiine Aaaaahnung, sicher nicht viel, aber immerhin bekomme ich auch mal was für meine Arbeit Viel wichtiger ist mir diese Anerkennung, ich freue mich ehrlichen Herzens darüber.
Und hier nun die Ballade, es würde mich sehr interessieren, wie sie Euch gefällt?
Der Clown
…Hoppla ho… ……………..Hoppla ho… steht auf seinem Spiegel in großer Schrift, geschrieben mit rotem Lippenstift; noch einmal steht er heut Abend davor, schminkt sich, wie tausende Male zuvor, ganz dick trägt er die Farbe auf, als könnte sie aufhalten den Verlauf. Ein kräftiges Rot für die Wangen, weiß hält die Augenlieder gefangen und umrandet grell seinen Mund, der knallrot ziert diese einsame Stund´.
Flachs, der Clown, ist müde und alt, seinen letzten Auftritt hat er jetzt bald; zwei traurige Augen sehen ihn an, sehen einen alten, einsamen Mann, eine salzige Träne, noch herzensheiß, läuft über das Rot ins grelle Weiß, zeichnet eine glitzernde Rosaspur als untrügliche Tränengravur - bis in den Rüschenkragen sie rinnt, der gierig sie für immer verschlingt.
Sein abendliches Hoppla ho… hoppla ho und die Manege – werden fehlen ihm so, tiefe Trauer sein Herze umschlingt. weil dieser Ruf dann nie wieder erklingt; die Seele wird grade ihm aufgefressen, wie nur soll er das alles vergessen? Ganz eng wird ihm die Atemluft, weil nie mehr die Manege ruft; um Luft muss eben er ringen, wird ihm diese Stunde noch gelingen?
Er schlägt sich auf die schmale Brust, sucht nach seiner Lebenslust - „altes Herz – noch eine Stunde, schenk mir diese letzte Runde, schlag… - oh schlag… lass mir gelingen diesen Tag, geh mit mir die letzten Schritte in des Lebens bunte Mitte, hinaus ins grelle Manegenlicht; ich vergesse all die Kinder nicht, will den Glanz in ihren Augen sehen, bevor du ganz wirst stille stehen. Altes Herz… schlag mir noch eine Stunde, schenk mir diese letzte Runde!“
- Und es schlägt –
Er klebt die übergroßen Wimpern an, noch verlorener wirken seine Augen dann; traurig steigt er in seine Pluderhose, Jahre schenkten beide sich, zahllose, noch einmal, ein letztes Mal – die Gedanken werden ihm zur Qual. Da – ein Lächeln zieht über seinen Mund, als er streichelt seinen Hosenbund – noch einmal, ein letztes Mal - und auch die Seele überzieht diese Qual.
Gnadenlos zeigt ihm die Uhr die Stunde, hinaus muss er, zur letzten Runde, es schlottern ihm die schwachen Beine - und den Weg geht er alleine. „Kraft, oh Kraft, verlass mich nicht, noch eine einzige Stunde trage mich, hinaus in meine bunte Welt, dorthin, wo nur das Lachen zählt, lass mich das Glück noch einmal sehen, dann kannst du für immer gehen.“
Er weiß nicht recht wie ihm geschieht – taktvoll sein Herz seine Pflicht vollzieht, seine Kraft trägt ihn hinüber zum Zelt, in seine geliebte, bunte Manegenwelt. Schon hört er die Kinderstimmen, die sofort wieder sein Herz erklimmen, er riecht den Duft seines Lebens, nie rief er nach ihm vergebens; die Trommeln wirbeln vereint - … aber seine Seele weint.
„Hoppla ho… hoppla ho…“ So stolpert er auf die Menschen zu – und schon gehören ihm alle Herzen, doch keiner spürt seine Schmerzen, denn es lacht wie immer sein Gesicht, er vergisst bald, dass es die letzte Stunde ist.
„Hoppla ho… hoppla ho…“ Wieder fällt er über seinen großen Schuh - und keiner merkt in all dem Lachen, dass seine Beine ihm Probleme machen, dass er das Aufstehen beinahe nicht schafft, denn es verlässt ihn langsam seine Kraft;
Hoppla ho… hoppla ho… sein Herz verliert den Takt dazu, hoppla ho… hoppla ho… die letzte Stunde verlässt ihn im Nu. Unter all der Schminke wird er blass, die Kinder glauben noch an Spaß - und als der Salto ihm nicht mehr gelingt, er mit seinem letzten Atem ringt, die Angst ergreift die Seele pur - da bleibt nur die rosa Tränenspur.
Lautes Lachen durch die Manege hallt, Applaus, Applaus – geballt; so ist sie, die Manegenwelt, doch Flachs steht nun vorm andern Zelt; …
„Hoppla ho… hoppla ho…“ So fällt er über seinen großen Schuh ins Himmelszelt hinein, `s wird seine letzte Manege sein. Hoppla ho… hoppla ho…
Stimmt, ich habe wirklich kein sehr grosses Interesse an Gedichten. Ich lese sehr gerne Romane und Sachbücher - vom Klassiker bis zur modernen Literatur.
P.S. Ich mag Theos Geschichten und Gedanken, bin aber keine Literaturfachperson und möchte mir deshalb nicht anmassen Kritik an seinem Werk zu üben. Ich lese sie aber immer!
Mit der Lüge kommt man durch die ganze Welt - aber nie wieder zurück. Polnisches Sprichwort
Zitat von SibylleStimmt, ich habe wirklich kein sehr grosses Interesse an Gedichten. Ich lese sehr gerne Romane und Sachbücher - vom Klassiker bis zur modernen Literatur.P.S. Ich mag Theos Geschichten und Gedanken, bin aber keine Literaturfachperson und möchte mir deshalb nicht anmassen Kritik an seinem Werk zu üben. Ich lese sie aber immer!
Ja leider merkt man das, nicht nur bei Dir Sibylle, deshalb frage ich mich, weshalb wir hier überhaupt etwas in der Art einstellen? Meine Beweggründe waren, vielleicht denen die das Hobby und die Freude und das Wissen darum haben, etwas zu helfen. Wieso nimmt man überhaupt so etwas in ein Forum auf, wenn es niemanden interessiert?
Lasse mir noch etwas Zeit Gabi. Meine Gedichte werden schon noch kommen. Ich habe aber bereits einige reingestellt, sehe aber nur noch eines. Und mich interessieren Gedichte sehr, ebenso wie die Weltliteratur. Bei mir zu Hause sieht es aus wie in einem Antiquariat. Natürlich habe ich auch schon Bücherempfehlungen gemacht. Doch immer kann man nicht auf Interesse stossen. Das ist wie bei der Musik: Ich liebe die klassische Musik, gehe in zahlreiche Opern - andere empfinden das als unbegreiflich. Das ist wie beim Sport: Die einen gehen in Fitnessclubs, joggen und und und, währenddessen ich Sport nahezu als abartig empfinde.
Auf irgendeiner Ebene könnte man sich jedoch bestimmt immer irgendwie treffen. Wird schon noch klappen Gabi.
Nun, ich verstehe ich alles, aber das war nicht der Sinn dieses Threads. Yvonne, sorry, aber wo Deine Gedichte sind, weiss ich nicht, damals wurde alles in eigene Threads verschoben, was da war.
Also ich sehe in Deinem persönlichen Bereich insgesamt 7 Gedichte, was ist wenn Du mal darauf klickt, einfach auf Yvonne. Das hier ist nämlich ein ganz anderer Thread, eben für die Sachen, welche hier drinn stehen
So mal nach oben schiebt! Und wie üblich geht Tante Edit nicht mehr *fluch*
Frau Administratorin, wenn ich in diesem Bereich schon den Mod mache, hätte ich auch gerne die Möglickeiten
wie ich Euch versprochen habe, vorallem unseren Autoren/innen hier im Forum, etwas von einer, meiner begabten Kolleginnen aus unserem Forum. So wie ich Theodor's Werke dorthin bringe, bringe ich jetzt eines hierhin, es geht dabei ums lernen und diskutieren. Ich finde es echt schade, das wir Schreiberlinge hier so wenig Anklang finden, was gleichzusetzen ist, mit überhaupt kein Interesse. Theodor lernt sowas in der Schule, zu unserer Zeit war so etwas nicht möglich, im Gegenteil, selbst unser damaliger Lehrer, welcher heute ein bekannter Mundartschriftsteller ist, wurde belächelt und als Spinner abgetan. Heutzutage ist aber alles ganz anders, man besinnt sich wieder auf die Werte unseres Kulturgutes. Und jetzt seht mal, was dieser Ballade von Eleonore Görges widerfahren ist
23.07.2011 Verfasserin Eleonore Görges
Habe ich heute gefunden
Meine Ballade "Der Clown" gefällt anscheinend. Die Ballade wurde auf einem Balladenabend vorgetragen -
ich befinde mich unter vielen großen Namen (unter Punkt 22)
18.11.2011 Verfasserin Eleonore Görges
Mein Clown hat es in ein Schulbuch geschafft
Diese Woche erhielt ich die Mitteilung, dass meine Ballade "Der Clown" in ein Schulbuch aufgenommen wurde - und zwar ein Schulbuch für die 8. Klasse (Deutsch Kombi Plus) Verlag: Ernst Klett Verlag, ISBN 978-3-12-313274-2, Auflage 1000 Stck. Natürlich bin ich jetzt gaaaaaaaanz stolz und freue mich riesig Ist das nicht schön?
Irgendeine Zahlung bekomme ich dafür auch, d.h. ich nehme an einer Hauptausschüttung teil, die einmal jährlich stattfindet und sich nach der Länge des Textbeitrages und der Verkaufszahl der Bücher richtet. Wieviel das sein wird? Keeeeiiiine Aaaaahnung, sicher nicht viel, aber immerhin bekomme ich auch mal was für meine Arbeit Viel wichtiger ist mir diese Anerkennung, ich freue mich ehrlichen Herzens darüber.
Und hier nun die Ballade, es würde mich sehr interessieren, wie sie Euch gefällt?
Der Clown
…Hoppla ho… ……………..Hoppla ho… steht auf seinem Spiegel in großer Schrift, geschrieben mit rotem Lippenstift; noch einmal steht er heut Abend davor, schminkt sich, wie tausende Male zuvor, ganz dick trägt er die Farbe auf, als könnte sie aufhalten den Verlauf. Ein kräftiges Rot für die Wangen, weiß hält die Augenlieder gefangen und umrandet grell seinen Mund, der knallrot ziert diese einsame Stund´.
Flachs, der Clown, ist müde und alt, seinen letzten Auftritt hat er jetzt bald; zwei traurige Augen sehen ihn an, sehen einen alten, einsamen Mann, eine salzige Träne, noch herzensheiß, läuft über das Rot ins grelle Weiß, zeichnet eine glitzernde Rosaspur als untrügliche Tränengravur - bis in den Rüschenkragen sie rinnt, der gierig sie für immer verschlingt.
Sein abendliches Hoppla ho… hoppla ho und die Manege – werden fehlen ihm so, tiefe Trauer sein Herze umschlingt. weil dieser Ruf dann nie wieder erklingt; die Seele wird grade ihm aufgefressen, wie nur soll er das alles vergessen? Ganz eng wird ihm die Atemluft, weil nie mehr die Manege ruft; um Luft muss eben er ringen, wird ihm diese Stunde noch gelingen?
Er schlägt sich auf die schmale Brust, sucht nach seiner Lebenslust - „altes Herz – noch eine Stunde, schenk mir diese letzte Runde, schlag… - oh schlag… lass mir gelingen diesen Tag, geh mit mir die letzten Schritte in des Lebens bunte Mitte, hinaus ins grelle Manegenlicht; ich vergesse all die Kinder nicht, will den Glanz in ihren Augen sehen, bevor du ganz wirst stille stehen. Altes Herz… schlag mir noch eine Stunde, schenk mir diese letzte Runde!“
- Und es schlägt –
Er klebt die übergroßen Wimpern an, noch verlorener wirken seine Augen dann; traurig steigt er in seine Pluderhose, Jahre schenkten beide sich, zahllose, noch einmal, ein letztes Mal – die Gedanken werden ihm zur Qual. Da – ein Lächeln zieht über seinen Mund, als er streichelt seinen Hosenbund – noch einmal, ein letztes Mal - und auch die Seele überzieht diese Qual.
Gnadenlos zeigt ihm die Uhr die Stunde, hinaus muss er, zur letzten Runde, es schlottern ihm die schwachen Beine - und den Weg geht er alleine. „Kraft, oh Kraft, verlass mich nicht, noch eine einzige Stunde trage mich, hinaus in meine bunte Welt, dorthin, wo nur das Lachen zählt, lass mich das Glück noch einmal sehen, dann kannst du für immer gehen.“
Er weiß nicht recht wie ihm geschieht – taktvoll sein Herz seine Pflicht vollzieht, seine Kraft trägt ihn hinüber zum Zelt, in seine geliebte, bunte Manegenwelt. Schon hört er die Kinderstimmen, die sofort wieder sein Herz erklimmen, er riecht den Duft seines Lebens, nie rief er nach ihm vergebens; die Trommeln wirbeln vereint - … aber seine Seele weint.
„Hoppla ho… hoppla ho…“ So stolpert er auf die Menschen zu – und schon gehören ihm alle Herzen, doch keiner spürt seine Schmerzen, denn es lacht wie immer sein Gesicht, er vergisst bald, dass es die letzte Stunde ist.
„Hoppla ho… hoppla ho…“ Wieder fällt er über seinen großen Schuh - und keiner merkt in all dem Lachen, dass seine Beine ihm Probleme machen, dass er das Aufstehen beinahe nicht schafft, denn es verlässt ihn langsam seine Kraft;
Hoppla ho… hoppla ho… sein Herz verliert den Takt dazu, hoppla ho… hoppla ho… die letzte Stunde verlässt ihn im Nu. Unter all der Schminke wird er blass, die Kinder glauben noch an Spaß - und als der Salto ihm nicht mehr gelingt, er mit seinem letzten Atem ringt, die Angst ergreift die Seele pur - da bleibt nur die rosa Tränenspur.
Lautes Lachen durch die Manege hallt, Applaus, Applaus – geballt; so ist sie, die Manegenwelt, doch Flachs steht nun vorm andern Zelt; …
„Hoppla ho… hoppla ho…“ So fällt er über seinen großen Schuh ins Himmelszelt hinein, `s wird seine letzte Manege sein. Hoppla ho… hoppla ho…
Macht ja nichts, kann sicher noch korrigiert werden. Übrigens ich habe meine Gedichte jetzt alle auch wieder gefunden. Mein Buchausschnite allerdings noch nicht, aber vielleicht habe ich auch in diesem Falle wieder nicht am richtigen Ort nachgesehen.
Ist nicht doppelt sondern gewollt, wenn ich sage *schieb* dann meine ich das so! Ich weise auf den Thread hin um den es da geht! Der ist nicht zum Small Talk über alles andere da, sondern für Konkretes. Also bitte sehr, entweder zur Sache, oder gar nicht.
macht ja nichts, übrigens, kannst auch bei uns lesen gehen, ohne dass Du dich anmelden musst. Wenn Du unten ins Autorenforum gehst, da findest Eleonore ebenfalls, mit vielen Gedichten usw. Das werde ich Ihr dann sagen, dass Dir das Gedicht gefallen hat.
Hier eine Interpretation zum Clown: Sehr tiefgreifend zeigt sich hier eine regelrechte Geschichte eines Clowns, der als normaler Mensch, mit normalen Problemen berufsmässig seine Identität wechselt, um anderen eine Freude zu bereiten. Unter der Schminke bemerkt niemand das grosse Leid des realen alten Mannes, dem bald die letzte Stunde seines Lebens schlagen wird. Selbst die Agonie wirkt auf die Zuschauer eher belustigend, da sie niemand bemerkt. Oft schon habe ich mich gefragt, ob wir Menschen nicht alle ab und zu das Leben eines Clowns führen, indem wir unseren Schmerz und unser Leid vor anderen zu verbergen suchen. Mir kommt da in den Sinn: Gute Miene zum bösen Spiel machen. Ein Mensch, der sagt was er denkt und zu seinen Gefühlen steht gilt sehr schnell als unbequem und entspricht in seinem Verhalten nicht der gängigen Norm. Man hat sich Regeln zu unterwerfen, die andere aufgestellt haben, ob die einem nun passen oder nicht. Doch gibt es gottlob immer wieder Menschen, die diese Fesseln ablegen und endlich ein befreites Leben in ihrem Sinne zu führen vermögen. Sie sind endlich sich selbst - denn solche Menschen haben zu sich gefunden. Ab diesem Moment sind sie in der Lage, ihren Mitmenschen zu helfen und diese zu ihrem eigenständigen Ich zu führen.